MaiVe

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines virtuellen Marktplatzes zur Verwertung von industriellen Materialien aus Zuschnittsresten produzierender Unternehmen. Dabei liegt der Fokus des Projektes auf der Beurteilung der Ersetz- und Austauschbarkeit durch anfallenden Restflächen. Informationen über Verfügbarkeit der Restflächen (Holz, Metall, Zement, Schäume, Textilien etc.) mit ihren Materialeigenschaften (Dichte, Plastizität, Korrosionsresistent, Leitfähigkeit etc.), nachhaltigkeitsbezogenen Eigenschaften (CO2-Emissionen, Wasserverbrauch etc.) sowie funktionalen Faktoren (Integrationsaufwand, Entsorgungsaufwand) werden den Kunden somit zur Verfügung gestellt. Dabei sollen auch die chemischen Zusammensetzungen der Materialdaten aufgezeigt und deren Einheiten zwischen Verfügbarkeit und Kundenbedarf automatisch umgerechnet werden. Zusätzlich werden Informationen über regulierte Stoffe (z.B. Korrosionsschutzmittel), die als Teil des Produktes oder im Verarbeitungsprozess hinzugefügt werden, ermittelt. Auf Basis dieser Daten sollen Substitute oder auch eine Kombination aus Substitut und Primärwerkstoff vorgeschlagen werden sowie die signifikanten chemischen und physikalischen Unterschiede zwischen dem Primärrohstoff und dem Substitut für den Kunden bei der Beschaffung und Entsorgung visualisiert werden. Dabei kombiniert das geplante Projekt MaiVe die Forschungsbereiche Zuschnitts Optimierung in der subtraktiven Fertigung, Materialsubstitution und Kreislaufwirtschaft und führt diese in einer webbasierten Softwareanwendung zusammen. Diese Anwendung dient den Fertigungsunternehmen als Marktplatz für die gewinnbringende Verwertung von Zuschnittsresten und kombiniert damit eine wettbewerbsorientierte Materialeffizienz mit Aspekten der Nachhaltigkeit.

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