PEELIKAN

Waldbrände sind Naturkatastrophen mit verheerenden Konsequenzen für die Umwelt und den Menschen. Die Zahl der Wald- und Vegetationsbrände ist durch den fortschreitenden Klimawandel in den letzten Jahrzehnten weltweit stark angestiegen. Ein Grund für uns gemeinsam mit Experten der Feuerwehr ein Löschdrohnen-System zu entwickeln, dass die Brandbekämpfung revolutionieren und eine effiziente Ergänzung zu herkömmlichen Löschmethoden darstellen wird.

Von einer mobilen Versorgungsstation fliegt ein Drohnenschwarm zu einem bis zu 5 Kilometer entfernten Brandherd. Gesteuert werden die Drohnen mit Hilfe von Satellitentechnik. Der Abwurf des Löschmittels kann somit zielgenau erfolgen. Der Akkuwechsel und das Auftanken mit Löschmittel funktionieren vollautomatisch. Durch den möglichen 24h nonstop Einsatz des Drohnenkreislaufs können so mehr als 140.000l zum Brandgeschehen transportiert werden.

Die geringen Kosten im Vergleich zu Löschhubschraubern, der Einsatz rund um die Uhr sowie die schnelle Abrufbarkeit ermöglichen einen flexiblen Einsatz und bieten so eine echte Unterstützung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Unser Löschdrohnen System ist ein sicheres, effektives und kostengünstiges Mittel für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden mit geringem Personalbedarf.

Für die HTW Berlin steht im Forschungsprojekt PEELIKAN die Weiterentwicklung der Drohnen, die kooperative Steuerung des Drohnenschwarms und die Integration automatisierter Schnittstellen zwischen Drohnen und Bodenstation im Fokus.

Diese als auch die Schnittstellen zwischen der Bedienstation und Einsatzleitung stellen besondere Herausforderungen dar, die innerhalb des Projekts durch die PEELIKAN Forschungsgruppe der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin bearbeitet werden. Daneben gilt es sicherheitsrelevante Abläufe für Notlandungen und den Rückzug beim Einsatz von anderen Systemen im Luftraum zu etablieren, um einen sicheren Betrieb des Drohnenschwarms zu gewährleisten.

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Rahmendaten

  • Projektlaufzeit: 01.05.2023 – 30.04.2025
  • Projektleitung: (HTW-Berlin) Prof. Dr. Frank Burghardt, Prof. Dr.-Ing. Christian Lehmann, Prof. Dr. Volker Wohlgemuth
  • Kooperationspartner: Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde, European Aviation Security Center e. V., Hochschule Magdeburg-Stendal, Technische Hochschule Wildau, Harald Müller Metall Sonderfertigung
  • Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung